Sektion junge DMG (jDMG)

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Arktische Amplifikation – Warum erwärmt sich die Arktis schneller als der Rest der Welt?

Verfasst von am 30. März 2022

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Durchschnittstemperatur der Erde um etwa 1°C erhöht. Diese Erwärmung ist allerdings nicht überall auf der Erde gleich. In der Arktis ist sie viel stärker als über die Erde gemittelt, denn dort wird sie durch Rückkopplungen verstärkt.Eine wichtige Rolle spielt die Eis-Albedo-Rückkopplung. Meereis bedeckt einen großen Teil der Oberfläche der Arktis. Wegen seiner hellen Färbung reflektiert es einen großen Teil der einfallenden Sonnenstrahlung zurück ins All. Schmilzt das Eis, kommt die darunterliegende, dunklere Ozeanoberfläche zum Vorschein. Sie reflektiert deutlich weniger Sonnenstrahlung, sondern absorbiert sie. Dadurch erwärmt sich das Wasser und es schmilzt noch mehr Eis.Außerdem gibt es Temperatur-Rückkopplungen. Jedes Objekt strahlt Wärme ab, umso mehr, je wärmer es ist. Erwärmen sich Erde und Atmosphäre, strahlen sie zusätzliche Wärme ab, kühlen sich also zu einem gewissen Grad selbst. Diese zusätzliche Kühlung ist in den Polarregionen weniger effizient als in den warmen Tropen. Somit verbleibt relativ betrachtet mehr Wärme in Arktis und Antarktis.Dazu kommt, dass die Atmosphäre in den Polregionen sehr stabil geschichtet ist. Das heißt, dass kaum Luft zwischen tiefen und hohen Atmosphärenschichten ausgetauscht wird. In den Tropen hingegen steigt permanent warme Luft vom Boden nach oben. Den Effekt auf das Klima kann man sich vereinfacht so vorstellen: Erwärmt man einen Topf mit Wasser, entweicht ein großer Teil der Energie durch das Aufsteigen warmer Luft, wie in den Tropen. In der Arktis ist die Erwärmung jedoch am Boden gefangen, so als würde man dem Topf einen Deckel aufsetzen. Der Topf erwärmt sich mit Deckel nun deutlich stärker als ohne.

✍: Olivia, Felix & Tracy

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Alpenglühen – Was ist Alpenglühen?

Verfasst von am 16. Februar 2022

Im Hochgebirge ist der Sonnenuntergang oft nur von den Bergen aus zu sehen, im Tal aber kann die Sonne schon früh hinter einer Felswand verschwinden und das prächtige Farbenspiel des Himmels bleibt verborgen. Nicht selten, und fast wirkt es wie ein Versuch der Wiedergutmachung, erstrahlen dann die Berge auf der sonnenzugewandten Seite in den prächtigsten Rottönen: Das Alpenglühen beginnt. Der Begriff existiert, weil diese Lichtstimmung in Hochgebirgen wie den Alpen eine spektakuläre Alltagserscheinung ist, theoretisch kann jeder Sonnenuntergang dort Alpenglühen verursachen. Oft spielen jedoch auch andere Faktoren mit: So kann Bewölkung den Kontrast zwischen Himmel und Berg stark erhöhen, wodurch sich das Alpenglühen besonders hervorhebt. Auch wird zwischen zwei Stimmungen unterschieden: Die erste Färbung bezeichnet die direkt von der untergehenden Sonne angestrahlten Berge. Bei der zweiten Färbung übernimmt mit der Dämmerung das in der Atmosphäre gestreute indirekte Sonnenlicht die Regie. Die Berge schimmern dann in einem blassen Farbton, der von Orange über Rot, bis hin zu Violett reichen kann. Die zweite Färbung ist deutlich sanfter, denn das Dämmerlicht ist im Gegensatz zur Sonne keine punktförmige Lichtquelle, wodurch Schlagschatten wegfallen und Kontraste vermindert werden.Doch warum leuchtet die Abendsonne rötlich? Und wie entstehen die Dämmerungsfarben am Himmel? Nun, um diese Fragen kümmern wir uns ein anderes Mal, versprochen.

✍: Mica Thomas

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Arktisches Meereis – Wie viel Meereis gibt es im arktischen Ozean?

Verfasst von am 17. November 2021

Die Arktis hat wenige Landmassen und der arktische Ozean ist zu einem großen Teil von Meereis bedeckt. Die Ausdehnung des Meereises ist im nordhemisphärischen Winter größer als im Sommer weil es dann am kältesten ist. Die kleinste Ausdehnung hat es zum Ende des Sommers im September. Das liegt daran, dass der Ozean träge ist und sich langsamer erwärmt als Landmassen es tun. Leider ist die Arktis mehr als andere Erdteile von der Klimaerwärmung betroffen und das Eis schmilzt zum Teil schneller als in den meisten Klimamodellen vorhergesagt. Einige der Klimaszenarien sagen sogar vorher, dass die Arktis im Sommer in einigen Jahrzehnten eisfrei sein wird! Dieser Wandel hat für die Tiere und Menschen in der Arktis jetzt schon negative Konsequenzen. Gemessen wird die Eisfläche unter anderem mit Satelliten. Im Moment beträgt sie ca.: 10.24 Mio km², was in etwa 30-mal der Fläche Deutschlands entspricht bzw. etwas größer als die Fläche von Kanada ist. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest und aktuelle Beobachtungen sehen möchtest kannst du auf dem Meereisportal nachschauen.

✍: Tracy Kiszler

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Arktische Temperatur – Bei wie viel Grad fühlt sich der Eisbär wohl?

Verfasst von am 10. November 2021

Eisbären leben in den Polarregionen rund um den Nordpol. Dort halten sie sich meist das ganze Jahr über an den Küsten oder auf dem Meereseis auf, um Robben zu jagen. Sie sind perfekt ans Überleben im polaren Klima angepasst. Das bedeutet lange, sehr kalte Winter in denen die Sonne wochenlang nicht über den Horizont steigt mit Durchschnittstemperaturen von ungefähr -35°C und nebelreiche, kühle Sommer. Dabei haben vor allem die unterschiedlichen Meeresströmungen regional großen Einfluss auf das Klima. Zum Beispiel ist die Hudson Bay in Kanada das halbe Jahr über zugefroren, während der mehr als 1.000 Kilometer weiter nördlich gelegene Hafen von Hammerfest in Norwegen das ganze Jahr über eisfrei bleibt. Trotzdem liegen die Maximaltemperaturen in den Lebensräumen der Eisbären im Sommer nur um 10°C. Wie halten die Eisbären das bloß aus? Keine Sorge, sie haben nicht nur ein richtig dichtes und langes Fell, sondern darunter auch eine fast zehn Zentimeter dicke Fettschicht! Diese dicke Isolierschicht hält sie auch bei Temperaturen unter -50°C warm und damit sie darunter nicht überhitzen, bewegen sich Eisbären meist eher gemütlich. ☕️

Text: Jana Ulrich
✍: Nils Ulrich (6)

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