Sektion junge DMG (jDMG)

Vorstellung_Beruf

DKRZ

Verfasst von am 15. Juli 2022

Gradient Descent ist eine Machine Learning Methode zur Bestimmung des Optimums mit sehr vielen Iterationen, wobei der gegangene Weg nicht nur zufällig startet, sondern am Ende auch ziemlich egal ist. 

In diesem Sinne hat Christopher Kadow seinen bisherigen Werdegang rund um sein Meteorologie Studium an der Freien Universität Berlin im jDMG Kolloquium vorgestellt. Nicht alles hat geklappt, er hat zwei/drei mal die Richtung geändert, ist nach und nach über sein Interesse an Computern gestolpert, hat Freude an der Wissenschaft gefunden und hat so im Laufe der Zeit sein potentielles Forschungsfeld aus Klima und Informatik entdeckt. Mit seiner Forschungsgruppe Climate Informatics and Technologies am Deutschen Klimarechenzentrum untersucht er neue aber auch alte Fragen unserer Zunft. Wie setzen wir den aktuellen Klimawandel in Relation der Vergangenheit, wenn wir in der Vergangenheit kaum Aufzeichnungen mittels Messinstrumenten hatten? Er zeigt am Beispiel von wichtigen Temperatur-Klimadatensätzen, die zwar bis 1850 zurückreichen, aber mehr Lücken als Messpunkte aufweisen, wie neuronale Netze mit numerischen Erdsystemmodelldaten trainiert werden um genau jene „verlorenen“ Beobachtungsdaten zu rekonstruieren. Der aktuelle Sachstandsbericht des IPCC hat den aufgefüllten Datensatz für die Analyse des vergangenen Klimas direkt zusammen mit anderen Methoden auch zum Vergleich zu jetzigen Zeiten des Wandels verwendet. Und wie genau funktioniert die Machine Learning Methode? Viele Buzzword Techniken rund um Machine Learning, aber eben auch Gradient Descent und viele, sehr viele Iterationen.

Kadow, C., Hall, D.M. & Ulbrich, U. Artificial intelligence reconstructs missing climate information. Nat. Geosci. 13, 408–413 (2020). https://doi.org/10.1038/s41561-020-0582-5

Text und Bilder: Christopher Kadow (Twitter @ckadow)

Kein Kommentar abgegeben

Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik

Verfasst von am 20. Mai 2022

Im Februar 2022 hatten wir eine weitere Berufsvorstellung in unserem monatlichen jDMG Stammtisch. Alina hat ihr Arbeit bei dem Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft
und Energiesystemtechnik (@fraunhofer.iee) vorgestellt. 

Was sind die Kernaufgaben vom Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft
und Energiesystemtechnik?

Wie der Name bereits sagt, dreht sich hier alles um die Forschung in Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik und die Entwicklung von Lösungen für wirtschaftliche und technische Problemstellungen in diesen Bereichen.


Was sind konkret deine Aufgaben?
Wir beschäftigen uns mit Prognosen für erneuerbare Energiesysteme. D.h. wir prognostizieren u. a. wie viel Wind- und PV-Anlagen an Strom produzieren und in das Stromnetz einspeisen. Für die Netzstabilität ist es notwendig, dass immer genauso viel Strom eingespeist wie verbraucht wird. Da durch die starke Wetterabhängigkeit der Stromanteil der erneuerbaren Energien sehr stark schwankt ist eine gute Prognose sehr wichtig, um entsprechend planen zu können, ob mehr oder weniger Energie mit konventionellen Kraftwerken erzeugt werden muss.


Gibt es einen typischen Arbeitstag und wie sieht der aus?
Ich wohne selber in der Nähe von Leipzig und da das Institut in Kassel ist, arbeite ich fast ausschließlich im Home-Office. Dank Videokonferenzen etc. funktioniert das aber sehr gut im Team. Ansonsten programmiere ich hauptsächlich, um Daten zu analysieren, Modelle zu trainieren und Methoden zur Prognoseoptimierung zu entwickeln.  


Welche Möglichkeiten hast du aktuell dich beruflich weiterzuentwickeln
(ohne zu kündigen)?

Es gibt die Möglichkeit zur Promotion oder sich auch sonst mit Übernahme von Verantwortungsbereichen weiterzuentwickeln. Außerdem sind für jedes Jahr eine bestimmte Stundenanzahl für Fortbildung vorgesehen. 

Weitere Fragen & Antworten findet ihr im Beitrag.
Text: Alina Herzog 

Kein Kommentar abgegeben

Munich RE

Verfasst von am 30. Juli 2021

Aus der Berufsvorstellung beim jDMG Stammtisch im Juli – 08.07.2021

Ich arbeite bei der Munich Re im Bereich Georisiken. Meine Aufgabe ist die Entwicklung von Risikomodellen von Naturgefahren wie z.B. Tropischen Zyklonen oder Hagelstürmen. Eine weitere Kernaufgabe ist das Thema Klimawandel und natürliche Variabilität. Mich beschäftigen Fragen wie z.B. Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf verschiedene Naturgefahren? Wissenschaftliche Studien zu schreiben um am Stand der Forschung zu bleiben gehört auch zu meinem Aufgaben.
Meine Schwerpunkt dabei sind konvektive Stürme, die großen Hagel, Starkniederschlag, starke Winde oder Tornados hervorbringen.

Bilder und Text: Anja Rädler

Kein Kommentar abgegeben