Sektion junge DMG (jDMG)

Vorstellung_Projekt

OpenUCO

Verfasst von am 3. Juni 2022

Passend zum Thema des letzten Monats „Messgeräte“ stellen wir euch heute das Projekt OpenUCO vor. Überwiegend haben wir in unseren Erklärungen ja ältere manuelle bzw. Recht große Geräte gezeigt. Mittlerweile können viele meteorologische Größen aber auch mit Hilfe von kleinen, relativ preiswerten elektronischen Bauteilen gemessen werden. Das Ziel des Open Urban Climate Observatory Berlin ist es unter Einbindung der Stadtgesellschaft ein offenes meteorologisches Messnetz aufzubauen. Dabei kommen unter anderem speziell für diesen Zweck entwickelte Messgeräte zum Einsatz, welche solche kleinen Sensoren verwenden um Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Druck und Strahlung zu messen. Die Messgeräte heißen MESSI und sollen zusammen mit Niederschlagswippen (siehe Foto)  von Kleingärtner:innen in Berlin aufgestellt und betreut werden. Ziel des Projektes ist es, herauszufinden, wie diese vielen zusätzlichen in Berlin verteilten Messtationen für die Erforschung des Stadtklimas genutzt werden können. Außerdem sollen auch die Bürger:innen die frei verfügbaren Daten nutzen können um ihre eigenen Fragestellungen zu untersuchen. Da das Projekt noch in der Anfangsphase ist, werden noch dringend interessierte Bürger:innen gesucht! Also, wenn ihr oder jemand den ihr kennt die Möglichkeit habt eine Messstation in eurem Kleingarten aufzustellen, dann meldet euch gerne beim OpenUCO Team! Webseite oder Email.

Text und Bilder: Jana Ulrich

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Wetterwanderweg in Zinnwald-Georgenfeld/Cinovec

Verfasst von am 27. Mai 2022

Nachdem der Deutsche Wetterdienst das Aus für die personalbesetzten Wetterstationen beschlossen hatte, war in Zinnwald-Georgenfeld guter Rat teuer, denn so ein Automat kann zwar Temperaturen, Feuchte, Luftdruck, Wind und mittlerweile sogar die Niederschläge ganz gut bestimmen, aber er kann keine Führungen machen, nichts veranstalten und sich nicht um die Bildung kümmern. 

Unzählige Schulklassen, tausende Touristen und so einige Praktikanten zählten die Beobachter an der Wetterwarte jedes Jahr. Schließlich war die Wetterwarte ein Mosaiksteinchen im Tourismus des kleinen Ortes. Wie nun also weiter?

Also wurde am 30.01.2014 im Hotel Lugsteinhof der „Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld e.V.“ gegründet, der mittlerweile 36 Mitglieder zählt und sich mindestens einmal im Monat trifft.

Die Idee war, einen Weg rund um Zinnwald-Georgenfeld zu planen und zu erstellen, der sich mit Wetter- und Klimathemen und natürlich dem ganz besonderen Wetter an diesem Ort auseinandersetzt. 

Schon 2014 entstand so der Schneehöhenzaun an der Wetterwarte, wo die Zaunslatten die höchste Schneehöhe des Winters anzeigen. Bei Schneehöhen bis 163 cm ist das schon recht eindrucksvoll.

Inzwischen sind der Skitagezaun – wo man ablesen kann, an wievielen Tagen man in Zinnwald Ski fahren konnte, eine Sonnenuhr, in Erinnerung an die Flut 2002 die Regenröhren, eine Sichtweitentafel und sogar Sternguckerbänke sowie ein Vereinsschaufenster und eine Mini-Wetterstation hinzugekommen.  Aktuell wird die Konzeption des Weges überarbeitet und es wird im alten Zinnwalder Huthaus der Betrieb einer Schauwetterwarte geplant.

Wir haben auch noch einiges vor, denn am Ende soll der Weg fast 10 km lang sein und auch in Tschechien einige Exponate stehen. 

Wenn Sie also einmal Lust haben, diese Wanderregion mit ihren herrlichen Aussichten und ihrem ganz besonderen Wetter zu erkunden, kommt doch einmal vorbei! Link zum Verein hier.

Text & Bilder: Norbert Märcz

1: Skitagezaun 
2: Sonnenuhr
3: Regenröhren
4: Karte des Wetterpfades

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Einstein Research Unit: Climate and Water under Change (CliWaC)

Verfasst von am 29. April 2022

Reines Wasser ist elementar für menschliches Leben, natürliche und landwirtschaftlich genutzte Ökosysteme und für viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereiche. Der Klimawandel verändert sowohl die Verfügbarkeit als auch die Qualität von Wasser, insbesondere durch Veränderungen der Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen wie Dürren und Überschwemmungen. Dies birgt zahlreiche Risiken für alle Bereiche, in denen Wasser eine wesentliche Rolle spielt. Die Einstein Research Unit Climate and Water under Change (CliWaC) ist ein Forschungsverbund (gefördert durch die Berlin University Alliance und die Einstein Stiftung Berlin), bestehend aus 25 Arbeitsgruppen, die das einzigartige Potenzial der Berlin University Alliance und verschiedener außeruniversitärer Institute und Akteure in der Region Berlin-Brandenburg nutzen und weiterentwickeln will, um wasserbezogene Risiken des Klimawandels anzugehen. Dabei wird CliWaC in einem innovativen methodischen Ansatz sozial- und naturwissenschaftliches sowie praktisches Fachwissen von Stakeholdern in einem inter- und transdisziplinären Projekt zusammenbringen, um Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen gegenüber Auswirkungen des Klimawandels zu entwickeln. Dabei erforschen die Meteorologie (FU Berlin) und Klimatologie (TU) Änderungen der räumlichen und zeitlichen Muster wesentlicher Klimavariablen, insbesondere des Niederschlags und der tatsächlichen Evapotranspiration.

Auch zu finden bei Twitter unter @cliwac

Text: Tobias Otte
Grafik: Alexander Pasternack (FU Berlin). Datenquellen: DWD, Berliner Wasserbetriebe, FU Berlin (über den o.g. Zeitraum akkumulierter Niederschlag als Farbcode) und Berliner Feuerwehr (Einsätze als schwarze Punkte gekennzeichnet)

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Studentische Wetterbeobachtung an der FU Berlin

Verfasst von am 26. November 2021

Wo Wetterfrösche noch Wolken, Wind und Wetter beobachten …

Früher völlig normal, heute eine absolute Seltenheit, dass die Wetterfrösche noch regelmäßig gen Himmel gucken, um den Verlauf des Wetters zu dokumentieren und daraus die weitere Wetterentwicklung abzuleiten. Die Digitalisierung und automatische Erfassung vieler Parameter, wie Temperatur, Luftdruck, Wind und Niederschlag haben den Menschen (Wetterbeobachter:in) scheinbar überflüssig werden lassen.

An der @fu_berlin gibt es sie noch, die Wetterbeobachtung, als studentisches Projekt. Auch hier sollte die Augenbeobachtung Ende der 1990er/ Anfang der 2000er aufgrund von Sparzwängen eingestellt werden und eine über 100-jährige Klimareihe zusammen mit jeder Menge synoptischer Erfahrung auslaufen. Dank des beherzten Einsatzes der damaligen Meteorologiestudierenden wurde dies verhindert.

Heute beobachten mehr als zwei Dutzend Studierende in 3 Schichten rund um die Uhr den Himmel über Berlin, dokumentieren, wozu Computer (noch) nicht in der Lage sind, bestimmen etwa die genauen Wolkenarten, Niederschlagsarten, Erdbodenzustand, Schneehöhe, atmosphärische Besonderheiten, wie Regenbogen, Halos, Gewitter. Darüber hinaus werden die automatisch erhobenen Daten geprüft, Wetterwarnungen für den Berliner Raum herausgegeben, und eigene kleine Wetterberichte geschrieben.
Eine absolut wertvolle Erfahrung und Wissenserweiterung im sonst doch eher theoretisch, Statistik- und Computer-lastigen Meteologiestudium, Stichwort Berufsqualifikation. Damit punktet man nicht nur beim Bewerbungsgespräch, sondern auch auf Omas Geburtstagsfeier oder beim nächsten Outdoortrip mit Freunden.

P.S. Eine kleine finanzielle Entschädigung gibt es über das Projekt Wetterpate, bei dem Lebensgeschichten zu Hoch- und Tiefdruckgebieten geschrieben werde. Zusätzlich kann man durch Absolvieren des Moduls Wetterbeobachtung sich die Arbeit mit 5 LP anrechnen lassen.

@wind_berlin findet ihr auf Twitter, seltener auf Instagram oder Facebook

Text & Bilder: Gregor Pittke

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CIRRUS HL

Verfasst von am 5. November 2021

Der heutige Post dreht sich um eine Flugzeugmesskampagne mit dem deutschen Forschungsflugzeug HALO (High Altitude LOng Range research aircraft). HALO ist ein speziell für die Wissenschaft umgebauter Business Jet mit allerlei wissenschaftlichen Messgeräten an Bord. Die technische Leitung von HALO übernimmt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen. Für die wissenschaftlichen Geräte an Bord sind dann hauptsächlich die Forschungspartner zuständig. So hat zum Beispiel das Leipziger Institut für Meteorologie für diese Kampagne das SMART-Albedometer (Spectral Modular Airborne measurement sysTem) betreut. Dieses ist am Rumpf des Flugzeugs angebracht und hat einen Einlass oben am Flieger und einen unten am Flieger. Je nach Einlass kann man mit SMART verschiedene Strahlungsgrößen, wie die Irradianz oder Radianz, messen.

Bei CIRRUS-HL ging es um die Erprobung von arktischen Cirren. HL steht für
High Latitude. Diese haben insbesondere im Winter einen starken Einfluss auf
das Strahlungsbudget der Arktis, da im Winter keine Sonne scheint und die Cirren damit nur im terrestrischen Strahlungsbereich aktiv sind. Das bedeutet grob gesagt, dass sie keine Sonnenstrahlung reflektieren, aber immer noch terrestrische Strahlung absorbieren, welche dann nicht mehr ins Weltall ausgestrahlt wird. Deswegen wärmen Cirren im Winter die Arktis. Wie groß der Einfluss der arktischen Cirren ist, hängt entscheidend von ihrer Lebensdauer ab. Je länger sie existieren, desto länger sind sie auch strahlungsrelevant. Um die Prozesse rund um die Lebensdauer und die Strahlungseigenschaften von Cirren besser zu verstehen, war geplant mit HALO sowohl mit in situ Proben als auch mit Fernerkundungsmessgeräten im Winter in die Arktis zu fliegen.

Im Zuge der Corona Pandemie kam es allerdings zu einigen Verzögerung beim Einbau der über 20 Messgeräte und so hat sich die Kampagne bis
in den Sommer verschoben. Außerdem konnte man nicht wie geplant von Kiruna, Schweden aus fliegen, sonder die Starts und Landungen fanden in
Oberpfaffenhofen bei München statt. Nichtsdestotrotz wurde versucht mit den Messflügen möglichst weit in den Norden zu kommen und dank der enormen Reichweite von HALO, rund 8000 km, hat dies auch einige Male geklappt.

Insgesamt wurden 24 Forschungsflüge absolviert, bei denen es dann auch nicht nur um arktische Cirren, sondern auch um andere Fragestellungen
ging. Mehr dazu könnt ihr auch in der Pressemitteilung des DLR nachlesen:
https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2021/03/20210722_eiswolken-waermen-die-arktis.html
Zudem gibt es auch eine Webseite zur Kampagne:
https://cirrus-hl.de/ Dort findet ihr eine Übersicht über alle Forschungspartner und die Instrumentierung von HALO.
Die Teilnehmer:innen der Cirrus HL Kampagne seht ihr im letzten Bild.

Text: Johannes Röttenbacher

Bild 1: Forschungsflugzeug HALO (Roger Riedel)
Bild 2: SMART-Albedometer während der Kalibration (Roger Riedel)
Bild 3: SMART-Albedometer Irradianz Einlass am unteren Flugzeugrumpf (Roger Riedel)
Bild 4 und 5: Innenausstatung von HALO während CIRRUS-HL (Roger Riedel)
Bild 6: HALO Nahaufnahme mit Noseboom und in situ Sonden (Roger Riedel)
Bild 7: Gruppenbild (Andreas Minikin)

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ClimXtreme

Verfasst von am 24. September 2021

ClimXtreme ist ein vom @bmbf.bund (Bundesministerium für Bildung und Forschung) finanziertes Forschungsnetzwerk zu meteorologischen Extremereignissen und dem Einfluss des Klimawandels. Dabei sollen Extremereignisse aller Art (Hitzewellen, Dürren sowie Starkniederschläge), deren Veränderungen, Unsicherheiten und Auswirkungen auf Zentraleuropa besser eingeschätzt werden können. An diesem Projekt sind deutschlandweit viele Institute und Universitäten beteiligt, die besondere Expertise in unterschiedlichen Themenschwerpunkten aufweisen und sich so in den vier Modulen des Projektes (Modul A-D) gegenseitig unterstützen können.

Modul A beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen der unterschiedlichen Skalen sowie mit den Zusammenhängen zwischen der atmosphärischen Zirkulation und den Extremereignissen. In Modul B werden statistische Methoden u. a. für die Klassifizierung der Ereignisse sowie für die Signifikanz von Veränderungen im zukünftigen Klima entwickelt und angewandt. Die Kombination aus meteorologischen Extrema und den entsprechenden Auswirkungen auf das sozial-wirtschaftliche System wird in Modul C genauer betrachtet. Zu guter Letzt werden durch Modul D die technischen Möglichkeiten bereitgestellt und koordiniert, um verschiedenste Datensätze und Software nutzen zu können.

Mehr Informationen findet ihr unter www.climxtreme.net.

Text: Florian Ruff

Bild 1-2: Heinrichsflut 15./16. Juli 1965
https://www.paderborn-meinestadt.de/hochwasser-im-kreis-paderborn-1965-die-heinrichsflut/62298
https://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/20503766_Das-Hochwasser-im-Kreis-Paderborn-vor-50-Jahren.html

Bild 3: Sturm Daria 1990
https://www.wetteronline.de/extremwetter/milliardenschaeden-durch-daria-orkan-wuetet-in-teileneuropas-1990-01-26-do

Bild 4-5: Hitzewelle 2003
Prof. Dr. Andreas Hense (Universität Bonn)
August 2003 Temperaturanomalien vom Monatsmittel 1995-2015 (ohne 2003)
Standardisierte Monatsmitteltemperatur August 2003 (Anomalien vom Monatsmittel 1995-2015 (ohne 2003) / stddev(Monatsmittel 1995-2015 ohne 2003) )

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Aktion Wetterpaten

Verfasst von am 3. September 2021

Heute möchten wir Euch die „Aktion Wetterpaten“ vorstellen. Diese sorgt dafür, dass unsere Hoch- und Tiefdruckgebiete die Namen bekommen, die wir tagtäglich in den Medien hören und auf den Wetterkarten sehen können. Die Namen erhalten die Druckgebiete von denjenigen Personen, die eine Patenschaft gekauft haben. Nach knapp 20 Jahren sind mittlerweile schon 3800 Patenschaften vergeben worden.

Ab kommenden Mittwoch, dem 08.09.2021 um 00 Uhr MESZ, können Patenschaften für 2022 beantragt werden. Eine Patenschaft für ein Hochdruckgebiet kostet 360 € und für ein Tiefdruckgebiet 240 €. In kommenden Jahr 2022 bekommen die Hochdruckgebiete männliche Vornamen und die Tiefdruckgebiete weibliche Vornamen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass es auch offiziell anerkannte Namen sind. Hier kann nicht einfach alles verwendet werden. Die Anträge dafür findet Ihr auf der Homepage www.wetterpate.de (Link in der Bio!).

Jetzt fragt Ihr Euch wahrscheinlich, was mit dem Geld geschieht. Die „Aktion Wetterpate“ ist Teil der Wetter- und Klimastation Berlin-Dahlem des Instituts der Meteorologie der FU Berlin. Mit dem Geld wird im Rahmen der studentischen Ausbildung den Studierenden die Möglichkeit gegeben, ihr erlerntes theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden – in Deutschland ist dies einmalig! Die Aktion erfolgt in Kooperation mit dem Verein Berliner Wetterkarte e.V., der täglich in der Wetterkarte die Taufe vornimmt. Ohne die studentische Wetterbeobachtung könnte die mehr als 110-jährige Klimareihe nicht fortgeführt werden. Spenden hierfür sind auch willkommen, mehr unter www.berliner-wetterkarte.de.

Infos zum „studentischen“ Berliner Wetter unter @wind_berlin

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MeteoXchange

Verfasst von am 13. August 2021

Ein internationales Netzwerk für Meteorolog:innen

Das Projekt MeteoXchange zielt darauf ab, eine neue Plattform mit Vernetzungsmöglichkeiten für junge Atmosphärenwissenschaftler:innen aus der ganzen Welt zu werden. Um den Austausch zu fördern, werden einmal im Monat virtuelle Veranstaltungen, sogenannte MeteoMeet’s, über die Plattform wonder.me angeboten.
Bei diesen Veranstaltungen wird es zu Beginn immer einen kurzen Input geben, bevor in einer lockeren Atmosphäre das Netzwerken stattfinden kann. Es wird sich bei jedem Event eine Universität mit ihren Forschungsschwerpunkten und internationalen Kooperationspartnern vorstellen. Ein weiterer Schwerpunkt von MeteoXchange wird die Erstellung einer MeteoMap sein. Diese soll einen Überblick über Forschungseinrichtungen und somit potentielle Arbeitgeber im Bereich der Meteorologie in Deutschland aufzeigen. Ein dritter großer Punkt ist die Ausrichtung einer virtuellen Konferenz für Nachwuchswissenschaftler:innen im März 2022 sowie die Vergabe von Reisestipendien für den direkten wissenschaftlichen Austausch.
Das Projekt erhält eine Förderung durch ein Preisgeld vom Ideenwettbewerb für internationales Forschungsmarketing und läuft bis April 2022. Der Ideenwettbewerb ist Teil der Initiative „Research in Germany“ welche vom Bundesministerium für Forschung und Entwicklung initiiert wurde.

Alle weiteren Informationen und Neuigkeiten, sowie der Link zur Mailingliste sind auf der MeteoXchange Webseite zu finden.

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(AC)³

Verfasst von am 23. Juli 2021

Warum wird die Arktis so viel schneller wärmer und wie wird es weitergehen?
Tja, darauf gibt es noch keine klare Antwort! Damit wir das besser verstehen können, analysieren Forschende im (AC)³ Projekt Daten aus der Arktis. Es gibt 5 Cluster in denen Untergruppen an Fragestellungen zu bestimmten Themen arbeiten. Das geht von Wolken und Aerosole bis zu Meereiskonzentration und inkludiert ganz unterschiedliche Beobachtungen und Simulationen. Mehr dazu findest du auf der Projekt Website (Link in der Bio). Für die, die mehr sehen wollen, lohnt sich ein Blick auf @mias_klimatagebuch! Dort werden spannende Fragen zur Arktischen Forschung beantwortet.

Text: Tracy Kiszler

1: Vera Schemann:
Eiskante fotografiert auf einer Bootsfahrt vor Ny-Ålesund, Svalbard 2018.

2: Leif-Leonard Kliesch
Forschungsflugzeug “Polar 5” das während der AFLUX Kampange in 2019 von Longyearbyen, Svalbard aus startete.

3. Kerstin Ebell:
Die AWIPEV Station (das “blaue Haus”) in Ny-Ålesund.

4. Bernhard Pospichal @bernhardp123 :
Messinstrumente auf dem Dach des Instrumenten Hauses in Ny-Ålesund.

5. Theresa Kiszler @tracer_da_racer :
Visualisierung von Windströme über einer Region von Svalbard.

6. Kerstin Ebell:
Ein Wolkenradar mit dem Zeppelin-Berg im Hintergrund.

7. Kerstin Ebell:
Das Instrumentenhaus in Ny-Ålesund mit dem Fesselballon “Miss Piggy”.

8. Marlen Brückner:
Forschungseisbrecher Polarstern vom AWI im Eis eingefroren während der Messkampagne PASCAL.

Mit dabei sind:
@meteorology.cologne @unileipzig @awiexpedition @uni_koeln @uni_bremen und das TROPOS Leibniz Institut für Troposphären Forschung
http://www.ac3-tr.de/

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FESSTVaL

Verfasst von am 2. Juli 2021

Der heutige Post stellt euch die Messkampagne FESSTVaL (Field Experiment on submesoscale spatio-temporal variability in Lindenberg) vor, welche vom Hans-Ertel-Zentrum für Wetterforschung (HErZ) initiiert wurde und derzeit am Meteorologischen Observatorium Lindenberg – Richard-Aßmann-Observatorium (MOL-RAO) des @deutscherwetterdienst stattfindet.
Der Schwerpunkt der Kampagne liegt auf drei Aspekten: Strukturen der Grenzschicht, Cold Pools und Windböen.
Mit dem Experiment sollen auf einer Skala von 500m bis 5km diese Prozesse und Phänomene mit einer hohen räumlichen Abdeckung erfasst und analysiert werden. Das umfangreiche Messnetz aus diversen bodengebundenen Fernerkundungsgeräten, sowie vieler automatischer Wetterstationen wird durch ein Citizen Science Messnetz und durch hochauflösende Large-Eddy Simulationen (ICON-LES) unterstützt. Neben den HErZ Themenbereichen sind viele weitere externe Partner an der Kampagne beteiligt (DLR, FMI, KIT, NOAA, TU Berlin, TUHH, Universität Tübingen und Uni Wageningen). Weitere Informationen zur Kampagne und der Vorlesungsreihe findet ihr auf www.fesstval.de.

Text: Carola Detring

Bild 1: APOLLO („Autonomous cold POoL LOgger“) Station, die sekündlich Temperatur und Luftdruck aufzeichnet und eigens für FESSTVaL an der Uni Hamburg entwickelt und gebaut wurde. (D. Klocke) @meteorologie.hamburg

Bild 2: Doppler-Lidare, die unter anderem eingesetzt werden, um Windprofile oberhalb von 80m zu erhalten und daraus Windböen abzuleiten. (C. Detring)

Bild 3: MESSI (“Mein Eigenes Sub-Skalen-Instrument”); Die @fu_berlin entwickelte MESSI, welches im Bürgermessnetz zum Einsatz kommt und von den Bürger:innen selbst zusammengebaut und betrieben wird. (A. Trojand)

Bild 4: Kleines unbemanntes Forschungsflugzeug zur Erfassung von räumlich und zeitlich hochauflösenden Turbulenzdaten betrieben durch die Universität Tübingen (A. Plattis) @universitaet.tuebingen

Bild 5: Radiosondenaufstieg am 10. Juni 2021 (U. Löhnert)

Bild 6: Cold Pool jenseits der polnischen Grenze (F. Ament)

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