Sektion junge DMG (jDMG)

Vorstellung_Studium

MeteoXchange Erfahrungsbericht – UK

Verfasst von am 6. Mai 2022

Hey, ich bin Fabian und habe im April 2022 meinen Master in Meteorologie beendet. Zwischen Master und PhD habe ich mir einen Monat frei genommen um etwas zu reisen und andere Orte als meine Heimat Karlsruhe zu sehen. Über die MeteoMeets habe ich von dem MeteoXchange Travel Grant erfahren und ich dachte mir gleich: “Das trifft sich prima, ich möchte meine Forschung aus der Bachelorarbeit/HiWi noch weiter vorantreiben bevor ich mit dem PhD in einem anderen Themenbereich beginne.”  So habe ich meine Wanderung im Lake District Nationalpark in England mit einem Forschungsaufenthalt an der Universität Reading verbunden.

Nach eineinhalb Wochen in der Natur, dem Wind, Regen, Hagel und der Sonne ausgesetzt, habe ich mich langsam auf den Weg in den Süden nach Reading gemacht. Unterwegs habe ich mir noch verschiedene Universitäten angeschaut welche für Meteorolog:innen interessant sein können. So bin ich über Leeds und Sheffield nach Birmingham gereist, bevor es final für 2 Wochen nach Reading ging.

Die Fortführung meines Projekts an der Universität zusammen mit einem PhD Studenten der Energiemeteorologie Gruppe in Reading, James Fallon, hat mich nicht nur wissenschaftlich weitergebracht, sondern auch persönlich. Der intensive Austausch mit vielen Meteorolog:innen über meine Projekte der Bachelor-, Masterarbeit und Promotion hat mir gezeigt, dass ich auf Augenhöhe mit anderen Wissenschaftler:innen über verschiedene Themengebiete diskutieren kann, wovor ich davor etwas Sorge hatte. 

Dank des Reisestipendiums von MeteoXchange starte ich meinen PhD mit einem größeren wissenschaftlichen Netzwerk und einem größeren Selbstvertrauen.

Text & Bild: Fabian Mockert

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Freie Universität Berlin

Verfasst von am 22. April 2022

Der Arbeitsschwerpunkt an unserem Institut für Meteorologie wird auf das Verständnis atmosphärischer Prozesse gesetzt. Dazu wird das Wetter und Klima auf Zeitskalen von Stunden bis zu Jahrtausenden simuliert. Untersucht werden weit entfernte Geschehnisse in der oberen Atmosphäre bis hin zu lokalen bodennahen Prozessen.
Im Fokus steht dabei die Untersuchung der Zyklonenaktivität (z.B. Wachstumsbedingungen und Zugbahn) und die Bedingungen für die Entstehung von Sturm oder extremen Regenereignissen sowie deren Auswirkungen.
Welche Rolle spielt dabei das Wasser in der Atmosphäre? Mithilfe von Modellen wird der Einfluss des Wasserkreislaufs und die dynamischen Prozesse in der Atmosphäre analysiert.
Aber auch die Auswertung der Wetter- und Klimamodelldaten spielt eine Rolle. In Zusammenarbeit mit dem Hans-Ertel-Zentrum für Wetterforschung werden probabilistische Vorhersagen erstellt und auch verifiziert. Eine treibende Frage ist wie Auswirkungen von Wetter und Klima am besten an alle vermittelt werden können. Im Rahmen von Projekten, wie FESSTVaL 2021, werden auch direkt Bürger:innen in die Forschung mit einbezogen.

Startbild: Unser Wetterturm, der ursprünglich ein Wasserturm war und nun als unsere Wetterstation dient. (Georg Myrcik)
Bild 1: Vorderansicht unseres Instituts für Meteorologie mit Messturm (auf dem z.B. Wind und Strahlung gemessen wird) (Georg Myrcik)
Bild 2: Forschungsflugzeug, das in der Fernerkundung Anwendung findet und Spurengase wie NO2 oder CO2 misst (Thomas Ruhtz)
Bild 3 & 4: In unserer eigenen Wetterstation (siehe Startbild) beobachten die Studierenden stündlich das Wetter. Zusammen mit den Daten der Messwiese fließen die Beobachtungen in das weltweite Messnetz und führen eine der längsten Klimareihen der Welt fort. (Georg Myrcik)

Text: Daniela Schoster 

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Universität Hannover

Verfasst von am 4. März 2022

Wir sind das Institut für Meteorologie und Klimatologie, kurz IMUK, und gehören zur Leibniz Universität Hannover. 

Unser Institut ist mit einer Messplattform, einem Strahlungslabor, sowie mit einem Zugriff zu einem Hochleistungscomputer ausgestattet. Zusätzlich stehen den Studierenden verschiedene Arbeitsplätze zur Verfügung.
Auch haben wir einen „Wetterraum“ (Foto 6), in welchem die Studierenden in dem Fach „Synoptik“ eine Woche lang ihre eigenen Wettervorhersagen erstellen. Die aktuellen Forschungsschwerpunkte bei uns sind die Grenzschichtmeteorologie, sowie die Strahlung und Fernerkundung und die Umweltmeteorologie und Klimatologie. Dabei können Studierende bei Simulationen bis hin zu Messkampagnen mitwirken. 

Neben dem eigentlichen Studium ist es auch möglich verschiedene HiWi-Jobs zu machen, wie z.B. die Mitarbeit an verschiedenen Projekten, als Tutor*in Übungen leiten oder in der Öffentlichkeitsarbeit (Foto 7). Wenn ihr mehr über unser Studium oder das Institut wissen möchtet, dann folgt gerne unserem Instagram-Account @meteorologie_luh (Öffentlichkeitsarbeitsteam).

Text: Jens Duffert

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Promovieren im Ausland – Schweden

Verfasst von am 18. Februar 2022

Im Januar 2022 gab es bei unserem Stammtisch die 2te Runde von “Promovieren im Ausland”, diesmal mit dem Schwerpunkt Europa. Franz hat über seine Zeit in Schweden berichtet.


Was ist dein Promotionsprojekt in Kurzform?Ich habe realistische und vereinfachte Aerosolpartikelmodelle konstruiert,um damit deren Einfachstreueigenschaften zu berechnen. Der Hauptfokus lagdarauf das Depolarisationsverhältnis zu berechnen. Das langfristige Zieldes Projekts ist es Lidarmessungen in Luftqualitätsprognosen einzubinden.

Wie bist du an deine Promotionsstelle gekommen? Bewerbung auf Anzeige?Über Masterarbeit “reingerutscht”?Ich habe mich auf eine Stellenanzeige, die auf der met-jobs-Mailinglisteverschickt wurde beworben und wurde genommen.

Wie ist die Betreuung?Meine Betreuung war sehr gut. In Schweden gibt es auch gut ausgebauteStrukturen, um Probleme in der Betreuung zu identifizieren und zuverhindern, dass zu Krisen kommt. Mindestens einmal im Jahr, werdenmögliche Konferenzbesuche, geplante Artikel und geplante Kurse, sowie die„departmental duties“ besprochen. Außerdem gibt es noch weitere Personen,die direkt oder indirekt in die Betreuung involviert sind.

Musst/kannst du Kurse belegen?Ja, man muss Kurse für 60 högskolepoäng, welche 1:1 ECTS-Punktenentsprechen, belegen. Ein Teil der Kurse ist fachübergreifend, also soDinge wie wissenschaftliches Schreiben, Wissenschaftsethik oderProjektmanagement werden behandelt. Man kann auch externe Kurse belegen undeinen Teil Kurse aus dem Masterstudium anerkannt bekommen.

Würdest du wieder promovieren oder dich anders entscheiden? Also hast dues “bereut”?Wenn ich wieder diese Gelegenheit hätte, würde ich mich wieder soentscheiden. Also nein, ich habe es nicht bereut.
Wie sind die Karriereaussichten nach der Promotion im Vergleich zuDeutschland?Recht gut, ziemlich viele Leute bleiben nach der Promotion in Schweden.

Antworten: Franz Kanngießer
Bilder:
Cover: Vortrag bei der EAC Konferenz 2019 (Jacob Schacht)
Bild 1: EDIT-hus, in dem sich mein Department größtenteils befindet
Bild 2: Haupteingang zum Campus
Bild 3: Beispielpartikelmodelle

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Universität Leipzig

Verfasst von am 4. Februar 2022

Die @unileipzig ist eine traditionsreiche Volluniversität. 1409 gegründet, ist sie (nach Heidelberg) die zweitälteste deutsche Universität und hat Nobelpreisträger wie Werner Heisenberg hervorgebracht. Das Vorgängerinstitut des heutigen Leipziger Instituts für Meteorologie (LIM) wurde von Vilhelm Bjerknes 1913 gegründet.Heute zählt das LIM zu den meteorologischen Instituten in Deutschland mit den meisten Meteorologiestudierenden. Neben den sehr guten Studienmöglichkeiten, der Breite des Angebots und der exzellenten meteorologischen Forschung spielt sicher auch die Attraktivität der Stadt Leipzig eine Rolle: gut gelegen, mit sehr guten Angeboten für Kultur und Nachtleben, trotzdem ist das Leben in Leipzig immer noch bezahlbar.

Das Institut wächst: Zu den vier jetzigen Arbeitsgruppen (Hochatmosphäre – Christoph Jacobi; Atmosphärische Strahlung – Manfred Wendisch; Theoretische Meteorologie – Johannes Quaas; Arktische Klimaänderungen – Heike Kalesse-Los) kommen 2022 zwei Professuren zur Attributionsforschung hinzu. Eine enge Partnerschaft besteht mit dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung mit vier gemeinsam berufenen Professor:innen, die insbesondere eine große Vielfalt im Master of Meteorology anbieten. Weitere Professor:innen gibt es in Zusammenarbeit mit dem Umweltforschungszentrum in Leipzig und dem Deutschen Zentrum für Luft- & Raumfahrt.

In der Ausbildung – der Master of Meteorology wird seit 2020 auf Englisch angeboten – liegen Schwerpunkte der Forschung auf Wolken, Aerosol und Strahlung, auf Arktischem Klimawandel und auf der mittleren und oberen Atmosphäre. Das Institut hat gerade beim Deutschen Wetterdienst einen guten Ruf in Bezug auf die Ausbildung in synoptischer Meteorologie, an der sich auch Kollegen von der DWD-Niederlassung Leipzig beteiligen.

Der gute Betreuungsschlüssel und ein immer offenes Ohr der Lehrenden den Studierenden gegenüber tragen zu Studienklima & -erfolg bei.

Text: Johannes Quaas & Manfred Wendisch

Bild 1-2: Leipziger Institut für Meteorologie (📷 Swen Reichhold, Katrin Schandert)
Bild 3-4: Professoren des Institutes (📷 Swen Reichhold, Rémy Beugno)

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ERASMUS+ Island

Verfasst von am 28. Januar 2022

Hallo, wir sind Flo & Lisa und wir waren 2017 mit ERASMUS+ für 6 Monate in Island. Nach unserem Bachelor-Abschluss an der FU Berlin haben wir entschieden, dass wir mal raus aus Berlin wollen und andere Einblicke in unser Fach (Meteorologie) finden wollten. Wir waren mit dem Masterstudiengang der FU und den angebotenen Modulen zufrieden und wollten daher keinen direkten ERASMUS-Studienaustausch machen. Genau für solche Fälle gibt es ERASMUS+! Damit werden Praktika im Europäischen Ausland finanziell unterstützt. Die “Bewerbung” für ERASMUS+ ist sehr viel einfacher als für das “normale” ERASMUS, da du dir zuerst selbst ein Praktikum suchst, dann das Formular ausfüllst und meistens die Unterstützung bekommst.
Aber nun mehr über Island :) Wir sind bei unserer Recherche auf Prof. Dr. Haraldur Ólafsson (University of Iceland, Wissenschaftler bei Vedurstofa) gestoßen und er war happy, uns beide als Praktikanten für ein halbes Jahr zu nehmen. Wir haben Island ins Herz geschlossen! Das halbe Jahr Ausland hat uns nicht nur fachlich so viel Mehrwert gegeben, wir haben mit Haraldur einen großartigen Betreuer an unserer Seite gehabt, mit dem wir nach über 4 Jahren immer noch im Kontakt stehen. Er hat uns auf unseren ersten Konferenzen begleitet, uns die EGU näher gebracht und uns bei unseren ersten Veröffentlichungen durch diesen Aufenthalt unterstützt. Wir sind aber auch persönlich sehr stark gereift, durch eine so lange Zeit in einem fremden Land und mit wenig Geld, denn leider reicht ERASMUS+ in Island nicht für viel. Unser Englisch war anfangs auch nicht das Beste, doch wir haben so viel gelernt und sind danach gestärkt in unser Masterstudium in Berlin zurückgegangen.

Text & Bilder: Florian Ruff & Lisa Degenhardt


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Universität zu Köln

Verfasst von am 7. Januar 2022

Institut für Geophysik und Meteorologie der @uni_koeln

Im Bachelorstudiengang „Geophysik und Meteorologie“ steigt ihr im ersten Semester mit einem Schnuppermodul in die Meteorologie ein. Hier werden neben den Grundlagen der Meteorologie auch aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt. Ansonsten ist das erste Jahr der Mathematik und Physik gewidmet während danach umfangreiche Module zur Allgemeinen, Beobachtenden, Simulierenden und Synoptischen Meteorologie angeboten werden. Im Studium werden schon früh die Grundlagen zur Datenverarbeitung und Programmierung gelegt, die dann auch in den Übungen
praktisch gestärkt werden. Der Master „Physics of the Earth and Atmosphere“ wird gemeinsam mit der Uni Bonn angeboten und enthält eine sehr große Auswahl an meteorologischen Wahlmodulen wie z.B. die Energie- und Polarmeteorologie. Das zweite Jahr des Masters ist sehr forschungsorientiert und es wird eng mit der für die Masterarbeit gewählten Arbeitsgruppe zusammengearbeitet (Atmosphärische Modellierung, Atmosphärischer Wasserkreislauf, Meteorologische Beobachtungen, Energiemeteorologie, Skalenadaptive Parametrisierungen). Das @meteorology.cologne verstärkt die Zusammenarbeit mit der neugegründeten Informatik in Köln, um auch so neue Tools zum Umgang mit großen Datenmengen zu vermitteln. Als studentische Hilfskraft gibt es häufig die Möglichkeit in großen Projekten mitzuwirken, z.B. zur Arktis, dem Klima der Atacama Wüste, dem Jülich Observatory for Cloud Evolution (JOYCE), der Nutzung von Künstlicher Intelligenz für Erdsystemerkundung oder in der hochaufgelösten Modellierung.

Text: Sybille Y. Schoger


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Promovieren im Ausland – USA

Verfasst von am 3. Dezember 2021

Bei unserem jDMG Stammtisch im Oktober 2021 waren Jannick und Ellen zu Gast und haben über ihre Erfahrungen von einen PhD Studium in Nordamerika berichtet. Hier nochmal ein paar Antworten von Jannick, der in Texas promoviert.

Zu welchem Thema promovierst du? Wo stehst du gerade?
Ich stehe kurz vor dem Abschluss meines Ph.D. unter Prof. Johannes Dahl an der Texas Tech University in Lubbock, Texas. Ich arbeite vor allem mit Computer-Simulationen um zu verstehen was genau während der Entstehung eines Tornados aus Sicht der Wirbeldynamik passiert. Neben der Arbeit im Büro gibt es bei uns viele Möglichkeiten zur Teilnahme an Messkampagnen zu Gewittern oder Hurrikans, oder einfach zum „storm chasing“.

Wie bist du an deine Promotionsstelle gekommen? Bewerbung auf Anzeige? Über Masterarbeit “reingerutscht”?
Bei mir purer Zufall. Ich habe Prof. Dahl in Deutschland kennengelernt, dadurch zunächst 2015 ein Praktikum in Lubbock ergattert und nach dem Master an der FU-Berlin die 2018 gerade frei gewordene Ph.D. Stelle angenommen. Ich denke es gibt unzählige andere Wege in die USA zu kommen. Im Zweifelsfall einfach auf eine ausgeschriebene Stelle bewerben.

Wie ist die Betreuung?
Der Advisor betreut einen in der Regel direkt und man hat ein beratendes Ph.D. committee aus 2-4 Professor:innen. Der Stil der Betreuung hängt hauptsächlich vom Advisor ab, deswegen steht und fällt vieles mit ihm. Ich hatte Glück und viele Freiheiten bei der Themenwahl, aber gleichzeitig auch regelmäßige Meetings.

Musst/kannst du Kurse belegen?
Ich musste 5-6 Kurse belegen, bei denen ich viele Interessante zur Auswahl standen. Ich habe auch selber unterrichtet, was aber keine Pflicht war.

Würdest du wieder promovieren oder dich anders entscheiden? Also hast du es “bereut”?
Auf keinen Fall. Die vielen Eindrücke und Erfahrungen wiegen die negativen Aspekte bei weitem auf 🙂

Antworten und Bilder: Jannick Fischer
Bild 1: Simulierte Superzelle in Cloud Model 1
Bild 2: Ka-Band TTU Radar
Bild 3: echte Superzelle

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Promovieren in Deutschland – TROPOS

Verfasst von am 19. November 2021

Im September 2021 war Martin Radenz zu Gast in unserer Diskussionsrunde beim Stammtisch der jDMG. Heute möchten wir seine Antworten zum Thema “Promovieren in Deutschland” mit euch teilen.

Was ist dein Promotionsprojekt in Kurzform?
In meiner Promotion geht es um Unterschiede im Aerosoleinfluss auf Eisbildung in Mischphasenwolken in den nördlichen und südlichen mittleren Breiten. Konkret arbeite ich mit Radar- und Lidardaten einer 3-jährigen Messkampagne in Punta Arenas, Chile und vergleiche sie mit Beobachtungen in Europa.

Wie bist du an deine Promotionsstelle gekommen? Bewerbung auf Stellenanzeige? Über HiWi-Stelle/Masterarbeit “reingerutscht”?
Ich bin typischerweise über Hiwi-Stelle und Masterarbeit ‚reingerutscht‘.

Wie ist die Betreuung?
Generell sehr gut, wobei das sehr individuell ist (Wie viel Betreuung brauche ich? Wann und welches Feedback? Wie werden Konflikte gelöst?). Um solche Fragen einschätzen zu können hilft es, wenn man die Arbeitsgruppe schon durch Hiwi/Praktikum/Masterarbeit kennt.

Musst/kannst du Kurse belegen?
Es gibt bei uns eine strukturierte Doktorandenausbildung mit regelmäßigen Vorträgen sowie fachspezifischen als auch allgemeinen Kursen.

Wie verlief deine Promotion bis jetzt?
Ich hab im September nach etwa 4.5 Jahren eingereicht.

Würdest du wieder promovieren oder dich anders entscheiden? Also hast du es “bereut”?
Kommt auf das Thema an, aber wahrscheinlich ja.

Weitere Fragen und Antworten von Martin Radenz @_martin_rdz_ in den Bildern.

Bild 1: Martin in Punta Arenas, Chile (Theresa Vogel)
Bild 2: Bei der Arbeit während der 3-Jahreskampagne mit Lidar, Wolkenradar und Co in Punta Arenas, Chile (Boris Barja)
Bild 3: Einrichten der Lidarmessungen und Kalibrieren des Mikrowellenradiometers an Bord der Polarstern für einen Atlantik-Transekt. (Cristofer Jimenez)
Bild 4: Betreuung der (Lidar-)Messungen und Unterstützung der Atmosphärenbeobachtung im Eiscamp während der MOSAiC Expedition. (Calle Schönning)
Bild 5: Einrichten der Messungen am OSCM Mindelo, Kapverden. (Dietrich Althausen)
Bild 6: Seflie mit der Polarstern (Martin Radenz)

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Graduiertenkolleg

Verfasst von am 27. August 2021

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht zu Promovieren?
Ich bin aktuell kurz vor dem Ende meiner Promotion innerhalb eines Graduiertenkolles der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Was ein Graduiertenkolleg ist? Das ist ein von der DFG gefördertes Projekt mit dem Ziel, eine Gruppe von Doktorand:innen möglichst schnell und zielgerichtet zur Promotion zu führen und intensiv auf die Arbeit in der Wissenschaft vorzubereiten. Die Doktorand:innen arbeiten dabei fächerübergreifend an verschiedenen Aspekten eines übergeordneten Leitthemas. Was heißt denn das jetzt genau? Für mich liegen die Vorteile einer Promotion innerhalb eines Graduiertenkollegs darin, dass ich nicht ganz alleine an einem Thema arbeite. Ich kann mich in unseren regelmäßigen Treffen mit meinen Teamkolleg:innen über Methoden oder Probleme austauschen. Dadurch, dass ich ein Teil so eines interdisziplinären und auch international aufgestellten Teams bin, habe ich einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Herangehensweisen und Aspekte des Forschungsthemas bekommen, anstatt mich nur sehr stark auf meinem Forschungsgebiet zu spezialisieren. In einem Graduiertenkolleg sind häufig auch Forschungsaufenthalte im Ausland vorgesehen und ein wichtiger Bestandteil ist auch, dass die Doktorand:innen während ihrer Promotion Kurse besuchen um neue fachliche und soziale Kompetenzen zu erlangen. Zugegeben, das kann manchmal ganz schön stressig sein! Ich kann euch trotzdem nur empfehlen mal darüber nachzudenken selbst Teil eines Graduiertenkollegs zu werden, denn ich kann euch sagen, für eine Promotion braucht man ganz schön starke Nerven und gemeinsam ist es auf jeden Fall einfacher als alleine!
Eure Jana

Text und Comic ✍️: Jana Ulrich

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