Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)

Der Weltklimarat: was sind die neuesten Ergebnisse?

Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, https://www.ipcc.ch) – oft als “Weltklimarat” bezeichnet – ist eine Institution der Vereinten Nationen (UN, https://unric.org/de/).

Fachleute tragen im Auftrag des IPCC weltweit regelmäßig den aktuellen Kenntnisstand zum Klimawandel zusammen und bewerten ihn aus wissenschaftlicher Sicht.

Der IPCC bietet Grundlagen für wissenschaftsbasierte politische Entscheidungen, indem er unterschiedliche Handlungsoptionen und deren Implikationen aufzeigt.

Einige der wichtigsten Aussagen der – insgesamt mehrere tausend Seiten umfassenden aktuellen Berichte (Berichtsperiode 6, Arbeitsgruppen I, II, III):

Der aktuelle Klimawandel = globaler Temperaturanstieg der letzten Dekade (gegenüber dem vorindustriellen Niveau) beträgt 1,1 Grad. Damit liegen wir nur noch wenige Zehntel-Grad von der im Pariser Abkommen vereinbarten Höchstgrenze 2 Grad, möglichst 1,5 Grad entfernt.

Es ist eindeutig, dass der Einfluss des Menschen die Atmosphäre, den Ozean und die Landflächen erwärmt hat. Der menschgemachte Klimawandel wird vom IPCC zum ersten Mal als feststehende Tatsache bezeichnet.

Modellrechnungen zeigen, dass es noch die Möglichkeit gibt, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen (SSP1-1.9, siehe Abbildung). Dazu müssen allerdings die CO2-Emissionen weltweit bis 2055 auf Netto-Null sinken und anschließend menschgemachte CO2-Emissionen aus der Atmosphäre entfernt werden.

Der IPCC warnt eindringlich: „Handeln wir jetzt nicht ohne Verzögerungen konzentriert und weltweit, so wird sich das nur schmale und für kurze Zeit offene Möglichkeitsfenster für eine lebenswerte Zukunft schließen.“

Text: Guido Halbig
Bilder: Pressebilder des IPCC